schön.
rückblende: an den letzten beiden abenden schieben sich hunderte leute durch den park vor meiner tür, bleiben irritiert bis fasziniert stehen. auf meiner anlage läuft der soundtrack meines lebens. eine straßenlaterne hat sich ziemlich extravagant verkleidet. im baum hängen 70s lampenschirme, beleuchten sofamöbel. jemand hantiert mit flüssigkeiten auf einem overheadprojektor. menschen loben uns.
31. Juli 2011
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keine
soma fm drone zone
zeitlosigkeit ist erdrückend.
es gibt für mich keine manifestation von sehnsüchten, träumen und wünschen.
ich habe die vermutung, dass man ewigkeit spüren kann und sie nicht erträgt/erschlagen wird.
es fällt mir schwer, leise zu sein. habe ich zu wenig internen speicher? führt komprimierung zu seelenverlust?
2. Juli 2011
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überwindung
wir und ich werden diese(s) leben nie überwinden. wir werden nie herauskommen aus allem was uns bedrückt, weil wir uns in ultima ratio nur in etwas neues hinein begeben würden, das uns dann auch wieder bedrückt, beschränkt – nennen sie es wie sie wollen.
wir werden nicht mehr die ungerechtigkeiten, ob persönlich oder distanziert wahrgenommen, ändern können. wir sind zu alt, zu angepasst, fressen die wut in uns hinein und sind ständig müde. wir kümmern uns nur “um uns selbst” und meinen damit geld.
wer sich nicht kümmern muss ist nicht an der realität. buchstaben sind nicht an der realtität. hunger ist realtität. sex ist realität. angst ist realtität. theorie ist fern davon.
2. Juli 2011
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karl blau – a melody to wake us up in the morning
die sachen, die wir früher schon immer mal hätten machen wollen/sollen, haben wir heute immer noch nicht gemacht. träumen vom leben als kommune, vom leben ohne zwischenmenschliche komplikationen, zumindest in einem relativ abgegrenzten personenkreis. von einem leben ohne vorbild-instanz, die man sich nicht aussuchen kann. von einem leben mit heimat – lokal und ideell.
die zeit, bayern2, bestimmte musik, gesichertes leben vom arbeiten für das gemeinwohl – ich kann das gefühl nicht besser beschreiben. das mich an einem freien tag im bett sitzend einholt. es ist, wie wenn die sommerferien nie aufhören würden. inklusive des luxusproblems langeweile.
http://www.youtube.com/watch?v=2vWEXofi9ts
2. Juni 2011
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same shit, different life.
nein nein, nicht, dass jetzt wieder alles in gröberen ausmaßen total verloren wäre. es ist nur: ich lade mir verdammt noch mal zu viele verpflichtungen auf. fürn arsch. zwischen nicht nein sagen können und man hat ja eh nichts zu tun und es ist mein hobby ist der übergang fliessend und es ist ja eigentlich auch egal warum, aber heraus kommt: zuviel stress und zu wenig erholung und nicht viel so wie man es sich vorstellt.
vielleicht ist der lohn des idealisten nur, dass er mit sich, isoliert betrachtet, zufrieden sein kann und sich den maßstab dort selber festlegt. was aber irgendwie auch fake ist, wenn man für gewöhnlich herdentier ist.
21. Mai 2011
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die welt ist was gemachtes
wie damals, juhu. alles ist so geregelt, dass eine liedzeile da oben stehen kann und schon ganz schön viel gesagt ist.
es läuft, und sobald man das merkt, fragt man sich, wann man endlich die welt verbessert und ob man hinter dem eigenen hobby noch stehen kann wenn man zu wenig zeit dafür hat.
interessant ist, dass während der horizont ein bischen aufgeht man sich sofort fragt: warum will der mensch eigentlich immer noch mehr will als er hat – oder zumindest das was er grad nicht hat (oder zu sein wer man gerade nicht ist)? kann man sich zu sehr unter kontrolle haben oder ist das eine fähigkeit, die, richtig trainiert, irgendwann mal sehr nützlich sein kann? (nützliche charaktereigenschaften – grusel, das ist schon ganz schöner business-schwachsinn…)
es sieht nicht nach utopie aus und das ist irgendwie irre. solange man das hässliche sieht, steht man mit beiden füßen auf dem boden.
ich habe es in diesem eintrag immer noch nicht geschafft, mich gerade adäquat auszudrücken. ich bin irgendwie froh, dass das weite in meinem kopf langsam zurückkommt. na endlich. aber: das steht jetzt im kontrast zum titel. und doch ist es meins / bin es ich.
19. April 2011
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drei dinge zu guttenberg
1) mir gefällt der tenor der “online-leitmedien”, dass das ein verdienst der vernetzung denkender menschen ist und dass “die da oben” in zukunft es schwerer haben dürften, mit allem möglichen ungescholten durchzukommen. das ist auch der mich am meisten berührende aspekt an der ganzen sache.
2) es den medien in die schuhe zu schieben ist, um das neue trend-wort zu bemühen, perfide. nicht kurzsichtig, nicht gekränkt sondern ein absichtliches stricken an der eigenen dolchstoßlegende. wer war denn schuld am hype um deutschlands liebsten politiker?
3) es ist unfassbar, wie viele leute sich belügen lassen wollen. wie viele sich nach jemandem sehnen, der scheinbar über ihnen steht, der das ihnen nicht mögliche möglich macht, der schummeln darf und nicht bestraft wird. und es ist so unglaublich schwierig, mit diesen menschen darüber zu reden. da liegt dann was in der luft, was nach dieser aussprache letzte woche im bundestag wohl auch bei einigen abgeordneten zu spüren war: dass man diesem kindisch-trotzigem verlangen nach einer heilen welt mit argumenten einfach nicht herr wird.
schließlich: die beißreflexe der union und der fanboys/girls waren schon verständlich: wen haben die denn jetzt noch? es bleibt zu befürchten, dass er wieder kommt. dass ein falscher doktor nicht mehr bundeskanzler werden kann (spon, zeit, taz oder tagesschau, ich weiß es nicht mehr), das bleibt zu hoffen.
1. März 2011
| kategorien: fühlen, politisches | kommentar(e):
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mehr leben wagen
hier sitze ich wieder am abend mit den selben shortcuts und links und nachrichten wie fast jeden tag. weil ich mich in keine richtung mal weit genug aus dem fenster lehne, bleibt mein radius an “neuem” arg eingeschränkt. weil ich mich nicht traue, einmal ins ungewisse, anfangs ungemütliche zu gehen, bleibt mir vermutlich vieles verborgen.
es wäre nicht einmal nötig, aus dem haus zu gehen. ich scheue mich ja schon davor, mal ohne laptop durch fernsehprogramme zu zappen, weil ich da zeit mit sachen verschwenden könnte, die mir dann nicht gefallen. dann wäre die zeit im nachhinein verloren. also lieber gar nicht erst machen. selbiges gilt für bücher, längere artikel, spaziergänge, musikrichtungen,….
das führt aber zur einsicht, dass das immer gleiche, vermeintlich verlässliche, irgendwann total abgenudelt und ausgelaugt ist.
ich befinde mich (hoffentlich!) gerade an einem break-even-point. das angebot an verlässlichem hat sein verfallsdatum langsam überschritten und das unbekannte verliert langsam seine befremdlichkeit.
hello world.
17. Februar 2011
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lass es raus
vorhin habe ich unsere die katze der nachbarn, die aber bei meiner familie ihren lebensmittelpunkt hat, dabei beobachtet, wie sie wie irre hinter einer murmel her gerannt ist und sie immer wieder angestoßen hat um sie zu jagen.
ich dachte: du dumme katze
und dann dachte ich: im vergleich dazu, welchen dingen die menschen so hinterher rennen, ist eine murmel doch etwas recht solides.
28. Januar 2011
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keine
denkprozesse während dem schreiben dieser überschrift können nicht mit berücksichtigt werden
die zufälligkeiten im regelmäßigen und die regelmäßigkeiten im zufälligen
freejazz
12. Januar 2011
| kategorien: bilder | kommentar(e):
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